Erfahrung mit dem 21:9 Monitor

Einführung

Breitbildmonitore sind heute allgegenwärtig, wobei das Seitenverhältnis 16:9 der aktuelle Mainstream-Standard ist. Einige Menschen genießen das Breitbild-Erlebnis, andere sehnen sich nach mehr vertikalem Raum und halten sich für Breitbildschirme möglichst an 16:10. Für einige Benutzer ist sogar 16:9 zu quadratisch und sie sehnen sich nach noch mehr Breite. Einige haben es sich zur Aufgabe gemacht, mehrere Monitore in einem Eyefinity oder Nvidia Surround-Setup einzurichten. Mit anständigen Monitoren im Setup ist es keine besonders billige Option, es gibt Lünetten, die im Weg stehen und 3 Stromkabel, die zu berücksichtigen sind. LG Display und Samsung haben jetzt AH-IPS (In-Plane Switching), PLS (Plane to Line Switching) und VA (Vertical Alignment) Panels auf den Markt gebracht, die die noch breiteren 21:9-Seitenverhältnisse und eine Auflösung von 2560 x 1080 Pixel verwenden. Wir haben den 21:9 Display AOC q2963Pm (Q2963PQ) überprüft, der eines der Modelle mit einem 21:9 LG AH-IPS Panel ist. Dies erwies sich in vielerlei Hinsicht als ausgezeichneter Monitor, und wir haben uns wirklich auf eine Weise mit dem Seitenverhältnis beschäftigt, die wir nicht erwartet hatten. Dieser Artikel dokumentiert unsere Erfahrungen mit dem Panorama-Seitenverhältnis auf dem Desktop, in Spielen und in Filmen.

21:9 auf dem Desktop

Sie werden zweifellos viele Bilder von „Ultra-Breitbildmonitoren“ (manchmal auch als „Super-Breitbildmonitore“ bezeichnet) gesehen haben und waren fasziniert von ihrem horizontal gestreckten Aussehen. In der Tat, wenn man sie neben einen 27″ 16:9 Monitor stellt, ist es offensichtlich, dass es eine große horizontale und vertikale Vorspannung gibt. Aber wie gestaltet sich das ganze Computer-Erlebnis, wenn alles eingeschaltet ist?

In diesem Artikel haben wir 2560 x 1440 (WQHD) mit 1920 x 1080 (Full HD) verglichen, um Ihnen eine Vorstellung davon zu vermitteln, wie viel zusätzliche „Immobilien“ Sie auf dem Desktop durch die höhere Auflösung gewinnen. Diese 29″-Modelle sind interessant, weil sie eine Auflösung von 2560 x 1080 verwenden, die die horizontale Komponente der WQHD-Auflösung mit der vertikalen Komponente der Full HD-Auflösung kombiniert. In Kombination mit der beträchtlichen physikalischen Breite des Seitenverhältnisses von 21:9 ergibt sich daraus ein unvergleichlicher Panoramablick auf den Desktop.

Breitbild Monitor

21:9 beim Spielen

Indem Sie Ihr horizontales Sichtfeld wirklich ausfüllen und ein wenig peripheres Sehen aktivieren, bietet 21:9 ein großartiges Spielgefühl. Aber nicht nur die physische Größe ist beeindruckend, sondern auch das oft verbesserte horizontale Sichtfeld (FOV). Die überwiegende Mehrheit der modernen Spieltitel verwendet das so genannte „Hor+“, um das Standard-FOV zu skalieren, was bedeutet, dass sich das horizontale FOV entsprechend dem Seitenverhältnis ausdehnt, während das vertikale FOV statisch bleibt. Das bedeutet, dass Sie mit diesen Monitoren bei den meisten Spieltiteln im Vergleich zu anderen Monitoren mehr horizontal sehen können, während Sie gleichzeitig das gleiche vertikale Seherlebnis haben.

Alle von uns getesteten Spiele unterstützten die Auflösung von 2560 x 1080 (und verwendeten Hor+), um dem horizontalen FOV einen deutlichen Schub zu verleihen. Die folgenden Screenshots zeigen, wie viel mehr Sie auf einmal bei 2560 x 1080 im Vergleich zu 1920 x 1080 sehen. Da das FOV bei den meisten Spielen an das Seitenverhältnis und nicht an die Auflösung gebunden ist, zeigt der zweite Screenshot für jeden Titel, wie viel Sie auch auf einem 2560 x 1440 Monitor sehen würden.

21:9 für Filme

Wie bei Spielen sorgt die Panoramasicht für ein potenziell fesselndes Filmerlebnis. Einige Titel werden speziell für ein Seitenverhältnis von nur 16:9 (1,78:1 filmisches Äquivalent) erstellt. Bei unserem ersten Filmtest, der Blu-ray von Futurama: Into the Wild Green Yonder, war dies der Fall. Da die Pixel 1:1 abgebildet sind, um geometrische Verzerrungen zu vermeiden, wird der Film in einem zentralen Abschnitt des Bildschirms in 16:9 dargestellt. Es ist im Wesentlichen wie das Anschauen des Films auf einem 23″ 16:9 Monitor mit dicken schwarzen Balken auf beiden Seiten (siehe unten). Es ist möglich, dass die meisten Filmsoftwareprogramme den Film horizontal erweitern (‚Stretch to fit‘ Typeinstellungen), aber er wird verzerrt.

Fazit

Wir werden das kurz und bündig halten. Bevor wir diese faszinierenden, gestreckten Bildschirme ausprobierten, waren wir der Meinung, dass die extreme Breite und der relative Mangel an Höhe sicherlich abstoßend sein würden. Das erwies sich als überhaupt nicht der Fall, selbst wenn man es gewohnt war, viel größere 27″ 16:9 Monitore zu benutzen. Obwohl sie nicht für jeden geeignet sind, sind 21:9-Monitore wie der q2963Pm (Q2963PQ) ein interessantes Konzept, das auch in der Praxis ein fesselndes Erlebnis bietet. Gerade für Spieler und Filmliebhaber gibt es einige ziemlich zwingende Gründe, sich für sie zu entscheiden – sie sind nichts, wovor man Angst haben muss.